Labels & Standards
Die Siegel unserer Glaubwürdigkeit
Damit nachhaltige Mode nicht nur ein Schlagwort ist, braucht sie ein Fundament. Hier ist es: Die nachfolgenden Labels und Standards garantieren, dass alle mittels «bio-fair.ch» auffindbaren Kleider aus biologisch angebauter Baumwolle stammen und/oder fair gehandelt worden sind.
kbA (kontrolliert biologischer Anbau)
Baumwolle, die mit dem Prädikat «kbA» (aus kontrolliert biologischem Anbau) ausgezeichnet ist, muss nach den Kriterien der europäischen Bio-Verordnung angebaut werden. Gemäss Verordnung sind beim Anbau chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verboten. Stattdessen werden bei der Schädlings- und Unkrautbekämpfung ökologische Verfahren eingesetzt. Ebenfalls verboten ist die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen. Die kbA-Baumwolle wird organisch mit Mist und Kompost gedüngt und in Fruchtfolge angebaut, das heisst in Abwechslung mit anderen Feldfrüchten. Die Einhaltung der kbA-Kriterien wird jährlich von einer unabhängigen Instanz kontrolliert und der Betrieb entsprechend zertifiziert.
GOTS (Global Organic Textile Standard)
Mit Hilfe des GOTS werden Anforderungen definiert, die eine umweltverträgliche Herstellung von Textilien sicherstellen. Der Standard regelt nicht nur den Anbau, sondern auch die gesamte Weiterverarbeitung der Naturfasern: Konfektion, Verpackung, Etikettierung und Kennzeichnung. Darüber hinaus reglementiert der GOTS auch den Export, Import und Vertrieb der Textilien. Die Endprodukte werden durch unabhängige und anerkannte Kontrollstellen überprüft und zertifiziert. Die Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse müssen dabei genau dokumentiert werden, damit die Inspektoren sämtliche Vorgänge bis ins Detail nachvollziehen können. Der GOTS verbietet für alle Verarbeitungsstufen eine Reihe von Chemikalien und gibt Orientierungswerte für Rückstände in den Textilien und Accessoires vor. Weitere Voraussetzung für die GOTS-Zertifizierung ist ein System zur eindeutigen Identifizierung der Bio-Produkte auf allen Stufen. Der GOTS enthält überdies auch minimale Anforderungen für eine sozialverträgliche Herstellung.
www.global-standard.org
Naturaline
Coop Naturaline steht seit 1995 für Mode aus Bio-Baumwolle und fairem Handel. Die-Bio-Baumwolle wird nach den strengen Bio-Richtlinien in den Förderprojekten im indischen Maikaal und in Tansania angebaut. Auch soziale Aspekte wie zum Beispiel Bio-Prämien und das Verbot von Kinderarbeit werden berücksichtigt. Zusätzlich unterstützt Coop vor Ort soziale Infrastrukturen in den Bereichen Ausbildung, Ernährung und Gesundheit. Heute produzieren 9000 Biobaumwollbauern für Coop Naturaline.
Ökologische und soziale Aspekte gelten auch für die Verarbeitung. Dank der lückenlosen Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Verarbeitungskette können diese von unabhängigen Organisationen kontrolliert werden. Dies garantiert der Kundschaft ein fair gehandeltes und ökologisch einwandfreies Kleidungsstück.
Heute ist Coop Naturaline weltweit die grösste Vermarkterin von fair hergestellten Textilien aus Biobaumwolle. Das Angebot umfasst rund 440 Modelle und ist in rund 140 Coop Supermärkten und Megastores sowie in allen 33 Coop City Warenhäusern erhältlich. Dazu gehören neben Bekleidung für Babys, Kinder, Damen und Herren auch Strumpfwaren sowie Bett- und Frottierwäsche.
www.coop.ch/naturaline
Max Havelaar
Baumwolltextilien mit dem Max Havelaar-Gütesiegel werden gemäss den Standards der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) hergestellt. Zu diesem Verbund gehören Produzentenorganisationen, Fair-Trade-Organisationen, Handelspartner und unabhängige Handelsvertreter. Diese breite Abstützung macht das FLO-System einzigartig. Die umfassenden FLO-Kriterien regeln unter anderem die Handels- und Arbeitsbedingungen im Baumwollanbau und fördern eine umweltschonende Produktion. Rund 90 Prozent der Fair-Trade-Baumwolle werden biologisch angebaut. Die Verarbeitung ist transparent und entspricht den Normen der Internationalen Arbeitsorganisation.
Dank der Zusammenarbeit mit Max Havelaar erhalten die Bäuerinnen und Bauern in den Entwicklungsländern einen verbesserten Zugang zum Weltmarkt. Garantierte Mindestpreise, würdige Arbeitsbedingungen und eine Fair-Trade-Prämie für soziale und technische Investitionen geben ihnen und ihren Familien eine Zukunftsperspektive.
www.maxhavelaar.ch
Fair Wear Foundation
Die Fair Wear Foundation (FWF) wird von Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen getragen und setzt sich für gerechte Arbeitsbedingungen in der Textilkonfektion ein. Die hier angeschlossenen Firmen unterzeichnen einen Verhaltenskodex und erstellen einen Arbeitsplan, der detailliert festhält, wie sie ihre Lieferanten überwachen. Der Verhaltenskodex basiert auf den breit akzeptierten Normen der Internationalen Arbeitsorganisation. Er umfasst unter anderem das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, garantiert einen existenzsichernden Lohn und gestattet gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit. Um die Einhaltung des Kodex zu überprüfen, verwendet die FWF verschiedene Methoden. Diese umfassen ein anonymes Beschwerdeverfahren für die Belegschaft sowie die Konsultation von Gewerkschaften, Arbeitgebervertretern und Menschenrechtsorganisationen. Dazu kommen Kontrollbesuche und Überprüfungen der Betriebe und Managementsysteme von Mitgliederunternehmen. Nach jeder Überprüfung werden Verbesserungspläne erstellt und Fristen für die Umsetzung festgelegt.www.fairwear.ch






